
Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) und das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) ehren herausragende Hochschulprojekte im Bereich Nachhaltigkeit
Beim Sustainability Award 2026 wurden vier herausragende hochschulische Projekte mit Gold und acht Projekte mit Silber ausgezeichnet. Die Verleihung würdigte die besten zwölf Einreichungen für Österreichs Hochschul-Nachhaltigkeitspreis.
Praxisnah, innovativ und transformativ
Norbert Totschnig, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, und Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, luden am 9. Juni in den Marmorsaal zur Vernetzungs- und Auszeichnungsveranstaltung zum Sustainability Award 2026.

Von insgesamt 133 Einreichungen von österreichischen Universitäten und Hochschulen wurden mit dem Award zwölf herausragende Projekte ausgezeichnet, die sich auf innovative, kreative und wirkungsvolle Weise mit den komplexen Zusammenhängen der nachhaltigen Entwicklung beschäftigen.
Der Award ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) und des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) und wurde 2026 bereits zum zehnten Mal verliehen. Das Forum Umweltbildung übernimmt die organisatorische Durchführung.
Das sind die Preisträger:innen 2026
Der Sustainability Award wird in vier Kategorien verliehen: Lernen, Forschen, Kooperieren und Verankern. Pro Kategorie gibt es einmal Gold und zweimal Silber.

Gold in der Kategorie Lernen geht an den partizipativen Masterstudiengang „Architektur – Fit Für die BAUwende“ der Fachhochschule Kärnten. Die Lehrveranstaltung befähigt zukünftige Führungskräfte, Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in komplexe Unternehmensstrukturen zu integrieren und so nachhaltige Transformation strategisch voranzutreiben. Silber erhielten die Projekte „Future Water 2025“ (Technische Universität Graz mit der University of Arizona) und die Lehrveranstaltung „Multinational Corporations and Circular Economy“ (Wirtschaftsuniversität Wien).
In der Kategorie Forschen überzeugte das Projekt „TealHelix“ (BOKU University) mit seinem innovativen Ansatz für eine wissenschaftlich fundierte, transparente Nachhaltigkeitskennzeichnung für Lebensmittel. Damit schließt das Projekt eine zentrale Informationslücke für Konsument:innen. Silber ging an das Projekt „Klagenfurt wird klimaneutral – Teilhabe und Gerechtigkeit in der Stadt der Zukunft“ (Universität Klagenfurt) und an die „Arbeitsgruppe Nachhaltigkeitsforschung“ (BOKU University).


Gold in der Kategorie Kooperieren erhielt das Projekt zur nachhaltigen bienen-ökologischen Raumplanung „BeEcoVie I und II“ (BOKU University und Technische Universität Wien), ein nachhaltiger kooperativer und co-kreativer Zugang mit Vorbildwirkung zum Schutz urbaner Biodiversität. Das Projekt bindet unterschiedliche Interessensgruppen wir Hochschulen, Stadtverwaltung, Imker:innen und Zivilgesellschaft ein und inkludiert das KI-gestützte Tool hive.city. Silber ging an die Projekte „New Horizon“ (Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik) und „smartIBK – mein Leben in der Smart City Innsbruck” (Universität Innsbruck).
Die Kategorie Verankern gewann das Projekt „greenCCR – Krebs nachhaltig bekämpfen“ (Medizinische Universität Wien), das Krebsbekämpfung mit Nachhaltigkeitsaspekten verbindet. Es zeigt, wie auch in der medizinischen Forschung nachhaltige Praktiken verankert werden können und hat Potential für langfristige strukturelle Veränderungen. Silber ging an das Projekt „Nachhaltige Labore: Bewusstsein in Aktion“ des Institute of Science and Technology Austria sowie an das Projekt „True costs: Pflanzliche Ernährungspräferenzen fördern in der Betriebsgastronomie“ (Universität Salzburg).

Einzigartige Trophäe und Preisgeld

Zum 10. Jubiläum erhält der Sustainability Award eine neu gestaltete Trophäe, entwickelt in Zusammenarbeit mit Studierenden der Akademie der bildenden Künste Wien. Der Künstler Paul Mittnik gestaltete ein schwebendes Möbiusband aus pflanzlich gegerbtem Blankleder. In seiner endlosen Form steht es sinnbildlich für Kreisläufe, Verbundenheit und für die Komplexität nachhaltiger Entwicklung.
Der Sustainability Award ist mit einem Preisgeld von insgesamt 20.000€ dotiert. Alle Einreichungen werden in einer digitalen Publikation vorgestellt.
Die Jury
- Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin Umweltbundesamt Österreich
- Daniel Fischer, UNESCO-Lehrstuhl Hochschulbildung für Nachhaltige Entwicklung an der Leuphana Universität Lüneburg
- Jakob Mohl, UNESCO ESD Jugenddelegierter Österreich
- Sithara Pathirana, Festivalleitung Klima Biennale Wien
- Klaus Taschwer, Wissenschaftsjournalist Der Standard
- Eric Veulliet, Präsident Hochschule Weihenstephan-Triesdorf



