
In dieser Unterrichtseinheit setzen sich die Lernenden mit den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Holz auseinander. Sie erfahren, dass Holz je nach Qualität und vorheriger Nutzung unterschiedlich weiterverarbeitet werden kann und auch Altholz eine wichtige Rolle spielt. In Kleingruppen sammeln die Lernenden anschließend Vor- und Nachteile von Holznutzung, die sie auf Kärtchen festhalten. Die Ergebnisse werden diskutiert und durch Informationen der Lehrperson ergänzt, etwa zu sinnvollen Einsatzbereichen von Holz (u. a. im Vergleich zu Plastik) und zum Konzept der kaskadischen Nutzung. Abschließend reflektieren die Lernenden ihr eigenes Konsumverhalten: In einem persönlichen Handlungsplan („Stop – keep – start“) überlegen sie, wo sie Plastik reduzieren, holzbasierte Produkte weiterverwenden oder Neues ausprobieren möchten, und tauschen sich dazu aus.
Die Lernenden stellen sich in einer Reihe mittig im Klassenzimmer auf und teilen somit den Raum in zwei Bereiche. Die LP liest je eines der Begriffspaare (M1) laut vor und ordnet jedem Begriff eine Raumhälfte zu. Die Lernenden entscheiden sich innerhalb von wenigen Sekunden, welchen der Begriffe sie persönlich bevorzugen (z. B. Buch vs. Tablet). Auf ein Signal gehen die Lernenden einen Schritt nach rechts oder links in die Raumhälfte des ausgewählten Begriffs. Einzelne Wortmeldungen zu den Entscheidungen werden im Plenum besprochen.
Im Plenum notieren die Lernenden jeweils die Vor- und Nachteile von Holznutzung auf Kärtchen/Haftnotizen und verorten diese im Raster, den die LP auf die Tafel bzw. ein Flipchart aufzeichnet (M2).
Die Ergebnisse werden gemeinsam diskutiert. Die LP ergänzt Informationen (M3), in welchen Bereichen die Nutzung von Holz sinnvoll ist, auch im Vergleich zu Plastik. Abschließend bespricht die Lehrperson mit den Lernenden, was kaskadische Nutzung von Holz bedeutet.
Die Lernenden reflektieren in Einzelarbeit die Ergebnisse der vorangehenden Diskussion, stellen Bezüge zu ihrem eigenen Alltag her und entwickeln persönliche Handlungspläne als Konsument:in. Dafür notieren sie sich in drei Spalten auf einem Blatt Papier folgendes:
- Stop: Dinge, die ich an Plastik reduzieren kann.
- Keep: holzbasierte Produkte, die ich schon nutze und weiterverwenden möchte.
- Start: etwas Neues, das ich ausprobieren will (z. B. bisher nicht verwendetes holzbasiertes Produkt oder andere Konsumwege wie Tausch von Kleidung aus Holzfasern wie Viskose oder Modal, Kauf im Secondhandladen etc.)
Abschließend tauschen sich die Lernenden in Paaren über ihre Ergebnisse aus.
Kompetenzorientierte Lernziele
Die Lernenden sammeln und bewerten die Vor- und Nachteile des Rohstoffs Holz.
Die Lernenden stellen Bezüge zwischen der Nutzung von Holz und ihrem eigenen Alltag her.
Die Lernenden entwickeln konkrete Handlungsmöglichkeiten für einen nachhaltigen Konsum
Quellen
Umweltdachverband (2025): HolzBOX. Ein aktivierender Einstieg in Holz, Wald & Nachhaltigkeit. In: eLABoration Wood. Fachhochschule Salzburg.