Vereinte Nationen


Was genau bedeutet eigentlich „Nachhaltigkeit“? Diese Unterrichtseinheit führt die Lernenden an die Entstehung und Entwicklung des Nachhaltigkeitsbegriffs heran – von seinen forstwirtschaftlichen Ursprüngen zur globalen Agenda 2030 mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs). Mithilfe eines kurzen Erklärvideos, eines interaktiven SDG-Kreises und einer kooperativen Gruppenaufgabe werden Zusammenhänge, Zielkonflikte und Synergien zwischen verschiedenen SDGs anhand der Nutzung des Werk- und Baustoffs Holz sichtbar gemacht. Zum Abschluss reflektieren die Lernenden gemeinsam, welche konkreten Maßnahmen helfen können, möglichst viele Ziele gleichzeitig zu erreichen.

ABLAUF
PHASE 1
10 Minuten
Nachhaltig, was bedeutet das eigentlich?

Die LP erklärt, dass der Begriff Nachhaltigkeit ursprünglich aus der Forstwirtschaft stammt: Schon vor mehr als 600 Jahren wurde gefordert, nur so viel Holz zu schlägern, wie nachwachsen kann (M1). Dieser Gedanke eines sorgsamen Umgangs mit natürlichen Ressourcen entwickelte sich weiter und wurde um sozio-kulturelle Dimensionen ergänzt. 2015 verabschiedeten alle 193 Länder die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs), die einen Kompass für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung bei gleichzeitiger Rücksichtnahme auf die Natur darstellt. Zur Vertiefung zeigt die LP den Lernenden das Video „[#17 Ziele] Tu Du’s für dich und die Welt!“.

Downloads für diese Phase:
M1_Hintergrundinfos für Lehrperson
PHASE 2
10 Minuten
Holz und die SDGs

Die 17 SDGs (M2) werden kurz vorgestellt und die Piktogramme in einem großen Kreis aufgelegt.Die Lernenden stehen rundherum und legen jene SDGs in die Mitte, die für sie eindeutig mit dem Werk- und Baustoff Holz in Verbindung stehen (z. B. Ziel #15 Maßnahmen zum Klimaschutz, Ziel #12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion, Ziel #8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum). Am Ende sollten etwa 4–6 Ziele im Zentrum liegen. Die Ziele sind untrennbar miteinander verbunden. Manche verstärken einander, es können aber auch Zielkonflikte entstehen, z. B. zwischen Ziel #13 Maßnahmen zum Klimaschutz und Ziel #8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum.

Downloads für diese Phase:
M2_Die 17 SDGs
PHASE 3
20 Minuten
Gegenseitige Verstärkung und Zielkonflikte

In Kleingruppen von 4–5 Personen wählen die Lernenden nun zwei SDGs aus. Einzelne SDGs können mehrfach ausgewählt werden. Anhand der Ressource Holz überlegen die Lernenden, wie diese zwei SDGs einander fördern und welche Zielkonflikte es geben könnte. Die Ergebnisse werden notiert (M3) und im Plenum präsentiert. Es gibt hier keine eindeutig richtigen Antworten.

Downloads für diese Phase:
M3_Verstärkungen & Zielkonflikte zwischen SDGs am Beispiel Holz
PHASE 4
10 Minuten
Give me five!

Die LP erklärt, dass es trotz einzelner Widersprüche und Zielkonflikte viele Maßnahmen gibt, die zur Verfolgung aller SDGs beitragen (z. B. Denken in Kreisläufen). Gemeinsam werden weitere Maßnahmen gesammelt, die für die Erreichung aller SDGs relevant sein können. Kann sich die Gruppe auf fünf Maßnahmen einigen? Was bedeuten diese Maßnahmen für die Produktion und den Konsum des Werk- und Baustoffs Holz? Und was heißt das für uns als Konsument:innen?

Kompetenzorientierte Lernziele
Die Lernenden lernen die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) kennen und setzen sie in Beziehung zum Rohstoff Holz.
Die Lernenden analysieren Synergien und Zielkonflikte zwischen ausgewählten SDGs.
Die Lernenden reflektieren die systemischen Zusammenhänge nachhaltiger Entwicklung und trainieren ihre Urteilsfähigkeit im Umgang mit Zielkonflikten.
Die Lernenden entwickeln eigene Ideen, wie durch bewussten Konsum, alternative Wirtschaftsweisen oder Kreislaufdenken zur Erreichung der SDGs beigetragen werden kann

Quellen

Umweltdachverband (2025): HolzBOX. Ein aktivierender Einstieg in Holz, Wald & Nachhaltigkeit. In: eLABoration Wood. Fachhochschule Salzburg.